Haben die Mogrys ihren Gott-König gerufen?

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Der scharfsichtige „Rabe“ späht über die höchsten Wipfel der abertausend Bäume des Walds der Einkehr hinweg direkt in das Herz der Dinge. Oliver Gutfreund berichtet für den „Raben“ von den Hintergründen des Gerüchts um die Beschwörung des Mogry-Königs, das in Gridania die Runde macht.


Das Märchen vom Mogry-König


Die Geschichte des Kontakts zwischen den Mogrys und den fünf Völkern Eorzeas ist lang und geht zurück bis in die Zeit der unterirdischen Stadt Gelmorra. Diese Beziehung war damals aber für beide Seiten nicht unbedingt die erfreulichste, denn für die Mogrys war das Volk von Gelmorra ein rücksichtsloser Haufen – lauter Störenfriede, die den Wald verwüsteten und die Gebieter erzürnten. Doch unsere Vorfahren konnten mit den Gebietern eine Übereinkunft erlangen. Es wurde ihnen wieder erlaubt, in den Wald zurückzukehren, um dort zu wohnen, und seither hat sich das Verhältnis zu den Mogrys gebessert. Langsam schrumpfte die Distanz zwischen ihnen und uns, und heute fungieren sie sogar als Vermittler zwischen den Gebietern und dem Volk von Gridania.


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Doch wie gut kennen wir die Mogrys wirklich? Die kleinen geflügelten Wesen leben auch heute noch lieber im tiefen Wald und kommen nur selten bis in die Nähe der Stadt. Angefangen von dieser Lebensweise über ihre fundamentalen Überzeugungen bis zu ihrem Ethos unterscheidet sich so gut wie alles ihrer Kultur von der unseren. Die Mythen und Legenden, die innerhalb ihres Stammes weitergegeben werden, sind ebenfalls sehr speziell. Zuoberst steht da die Überlieferung, dass die Mogrys ursprünglich im Himmel gelebt hätten und dann erst aus eigenem Entschluss auf die Erde herabgestiegen seien. In jener Zeit, von der der Mythos spricht, war im Himmel ein großer Kampf zwischen den Göttern entbrannt, und als es dort brenzlig wurde, entkamen die Mogrys dem Tumult, indem sie sich auf die Erde herabflüchteten. Die rettende Idee verdanken sie König Mogul Mogg XII., der den Stamm der Mogrys unter sich vereint hatte: Er soll vom Himmel einen langen Faden herabgelassen haben, an dem sich einer nach dem anderen auf die Erde abseilte. In unseren Mythen findet sich jedoch keine Erwähnung eines Kriegs unter den Zwölf. Die meisten Theologen interpretierten daher die Geschichte von diesem König als Märchen. Doch nun hört man gerüchteweise von einer Götter- oder vielmehr Königsbeschwörung, die die Mogrys durchgeführt hätten. Dieser König, der eigentlich gar nicht existieren sollte, taucht also nun persönlich auf? Das klingt nun tatsächlich wie ein Märchen. Was ist also dran an dem Gerede? Dass sich um Louisoix, von dem bekannt ist, dass er die Vernichtung der Primae befürwortet, bereits eine ganze Menge handfester Abenteurer versammelt haben, lässt nichts Gutes vermuten. Lousisoix selbst sieht die Beschwörung des Mogry-Königs als Tatsache, und vieles spricht dafür, dass er mit seinen Leuten ausrücken will, um diesen König als einen „Primae“ zu beseitigen. Wie es sich mit der Wahrheit der Geschichten verhält, lässt sich noch nicht mit Sicherheit feststellen, aber falls der „nicht-existente“ König wirklich erschienen ist, dann muss irgendetwas in Eorzea aus dem Gleichgewicht geraten sein. Und das Gerede von der „siebten Katastrophe“, das in den Häfen nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen ist, bekommt weiteren Zündstoff.

Oliver Gutfreund

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