Der dunkle Schatten der Windgöttin Garuda

Der dunkle Schatten der Windgöttin Garuda1.png

Der scharfsichtige „Rabe“ späht über die höchsten Wipfel der abertausend Bäume des Walds der Einkehr hinweg direkt in das Herz der Dinge. Heute berichtet unser Reporter Oliver Gutfreund über Gridanias ärgste Bedrohung, den Primae „Garuda”, der sich anschickt, Tod und Verderben über unsere friedliche Heimat zu säen.

„Garuda“, Göttin der tollwütigen Vogelwesen


Nahe des Weilers Mühlenbruch wurde jüngst ein „riesiges Ungeheuer auf Schwingen“ gesichtet und es heißt, dass die Bruderschaft der Morgenviper, die für die Sicherheit unserer geliebten Heimat verantwortlich ist, in heller Aufruhr sei. Und in der Tat, die Führung der Bruderschaft hat in einer Alarmmeldung verlauten lassen, dass es sich bei der monströsen Gestalt um nichts Geringeres handelt als den Primae „Garuda“!

Auch wenn der verderbliche Einfluss des Mondes Dalamud und die damit verbundenen Gerüchte um eine bevorstehende „Siebte Katastrophe” uns Angst und Bange werden lässt, so dürfen wir doch nicht die Augen von der unmittelbaren Bedrohung abwenden! Wir sollten einen kühlen Kopf bewahren und zunächst einmal sicher gehen, ob es sich tatsächlich um „Garuda“ handelt oder nicht. Hierzu haben wir das Fachwissen des Gelehrten Lewin von Nophicas Schar herangezogen – einem absoluten Experten auf dem Gebiet der Geschichte der Ixal.

Vor etwa 550 Jahren war der Finsterwald (von den Ixal übrigens „Tinolqa“, der Mutterwald, genannt) die Heimat des Stammes der Ixal. Es heißt, sie hätten in den hohen Wipfeln der Bäume ihre Wohnstatt errichtet und seien auf ihren mächtigen Schwingen von Baum zu Baum geflogen. Die „Vogelwesen“, wie die Ixal auch genannt wurden, verehrten schon damals Garuda als „die Königin aller Vögel“. In der Blütezeit ihrer Kultur vermehrten sich die Ixal rasant und begannen bald sich über ihre Heimat hinaus zu verbreiten, was gewisse Probleme hervorrief. Die ungebremste Expansion über ihren ursprünglichen Lebensraum hinaus erzürnte die Gebieter des Waldes und führte zur bitteren Erfahrung der Verbannung aus ihrer grünen Heimat. Und so migrierten die Ixal in die Schluchten und Täler in den östlichen Ausläufern von Abalathias Rückgrat (die Gegend wird in der Ixal-Sprache als „Xelphatol“ bezeichnet), wo sie eine neue Heimat fanden.


Der dunkle Schatten der Windgöttin Garuda2.png

Doch der Verlust ihrer Heimat hinterließ tiefe Narben der Verbitterung. Es ist nicht genau bekannt, wie es dazu kam, doch die Nachkommen der Ixal, die in Xelphatol geboren wurden, kamen ohne Schwungfedern zur Welt. Im Laufe der Zeit waren immer weniger von ihnen dazu in der Lage zu fliegen und alsbald war die Fähigkeit, sich in die Lüfte zu erheben, gänzlich verschwunden. Doch ihre Sehnsucht nach der grenzenlosen Freiheit des blauen Himmels war ungebrochen. Vor ungefähr 150 Jahren entwickelten die Ixal dank der Pionierarbeit eines anderen Volkes die Kriegsballons, zweifellos ein Ergebnis ihrer Sehnsucht nach dem Fliegen.

Vor etwa 10 Jahren, als die Amalj'aa und Kobolde begannen, ihre Primae zu beschwören, begannen auch die Ixal mit der Herbeirufung ihrer Göttin „Garuda”. Der Gelehrte Lewin stellt die Vermutung an, dass die Ixal sich von der Beschwörung der „Königin aller Vögel” versprechen, ihre Gabe zu fliegen wiederzuerlangen. Doch bislang gibt es keine Anzeichen, dass der Wunsch der Ixal in Erfüllung gegangen ist. Nicht zuletzt wird ihr grimmiger Primae „Garuda“ von einem unheiligen Blutdurst getrieben. Schon viele haben im Sturm ihrer grausigen Schwingen ihr Leben gelassen und ihr dunkler Schatten schwebt drohend über allen Regionen des Finsterwaldes. All diese Indizien zusammen genommen, lassen den Schluss zu, dass es tatsächlich die Ixal waren, die diese fürchterliche Monstrosität in die Welt von Eorzea gerufen haben.

Oliver Gutfreund

Der Rabe Fußzeile.png


Eorzäische Zeitungen
Gridania:Der Rabe Limsa Lominsa:Limser Rundschau Ul'dah:Der Mithril-Bote